Business-Führerschein am Gymnasium Neuhaus gestartet

Zehn engagierte Jungen und Mädchen des Gymnasiums Neuhaus werden in diesem Schuljahr mehr Unterrichtsstunden absolvieren, als im Lehrplan für sie vorgesehen. Sie wollen das Zertifikat „Der Business-Führerschein“ erwerben, das ihnen nach acht Seminartagen eine besondere Motivation für eine Karriere in der freien Wirtschaft und entsprechende Fähigkeiten bescheinigt. Das Ziel des von der Stiftung Lebenspfad initiierten Intensivtrainings ist es, sowohl den Schülern bei der Wahl ihres Berufs, als auch zugleich der Wirtschaft bei der Suche nach geeigneten Nachwuchskräften unter die Arme zu greifen.

Am 13.09. war es nun soweit: 10 glückliche Neuntklässler des Gymnasium Neuhaus stürzen sich in das Abenteuer Karriere. Um das Zertifikat „Business-Führerschein“ erwerben zu können, erwarten sie acht Veranstaltungen nach Unterrichtsende, die inhaltlich vom Projektmanagement, über Selbstdarstellung, bis hin zum erfolgreichen Wirtschaften alles abdecken. Durch Rollenspiele wird ihnen Referent der Stiftung Lebenspfad und Businesscoach Alexander Meixner zeigen, warum souveränes Auftreten und Verhalten bereits im Kopf beginnt und auch Erfolg auch immer eine Frage der inneren Einstellung ist.
Um am Programm überhaupt teilnehmen zu können, mussten sich die Kandidaten erst einmal in einem Auswahlverfahren beweisen – mit Erfolg. „Für den Business-Führerschein muss man sich bewerben. Diese Hürde setzen wir ganz bewusst, damit wir dann auf jenem hohen Niveau arbeiten können, das motivierte und engagierte Jugendliche brauchen“, so Elke Gillardon, Initiatorin und Vorstand der Stiftung Lebenspfad.

Der „Business-Führerschein“ wurde von Elke Gillardon für Heranwachsende konzipiert, die bereits im Alter von 14, 15 oder 16 Jahren wissen, dass sie sich beruflich entfalten und hoch hinauswollen. Beworben haben sich weit mehr Teenager als erwartet. „Die aktuelle Schüler-Generation will etwas leisten, sie ist da schon sehr früh richtig aktiv, das Thema Beruf ist ihr wichtig“, so Elke Gillardon. „Diese Haltung zieht sich durch alle Schularten. Gerade in Gymnasien halten sich aber anderweitige Vorurteile. Was stimmt ist lediglich, dass die Schüler dort vergleichsweise wenig Wissen haben, wie die Arbeitswelt funktioniert und worauf es ankommt.“ „Genau deshalb“, so Bärbel Geyer, Schulleiterin des Gymnasium Neuhaus, „haben wir uns für das Projekt an unserer Schule entschieden.“

Geplant ist, den „Business-Führerschein“ langfristig auch an anderen Schulen in der Region Rennsteig anzubieten.